Ein tech2b-Startup steht auf der internationalen Bühne der Krebsforschung: Wholomics aus Ried im Innkreis hat beim ASCO in Chicago, dem weltweit größten Krebskongress, erstmals die Ergebnisse seines Bluttests präsentiert. Das Verfahren soll zehn Krebsarten bereits im Frühstadium erkennen – ein Ansatz, der auf großes Interesse in der Fachwelt stößt.
Ein neuer Weg in der Krebsfrüherkennung
Anders als vergleichbare Verfahren sucht der Test von Wholomics nicht nach zirkulierender Tumor-DNA im Blut, sondern analysiert Veränderungen im Blutserum mittels NMR-Technologie. In einer ersten Studie erkannte der Test 38 von 40 Krebserkrankungen im frühen Stadium korrekt. Holger Rumpold, Leiter der Onkologie am Ordensklinikum Linz, verfolgte die Präsentation virtuell und bezeichnete den Ansatz als wissenschaftlich interessant und potenziell innovativ. Ob sich die Ergebnisse auf die Allgemeinbevölkerung übertragen lassen, wird derzeit in größeren Studien untersucht.
Von der Idee zum internationalen Auftritt
Hinter Wholomics stehen die Gründer Patrick Strasser und Maximilian Schneider, die sich beim Biochemie-Studium an der TU München kennengelernt und das Unternehmen 2022 gegründet haben. Begonnen haben die beiden mit einem Test zur Erkennung von Bauchspeicheldrüsenkrebs – inzwischen soll das Verfahren auch Darm-, Magen- und gynäkologische Tumore früh erkennen. Das langfristige Ziel: Der Test soll fixer Bestandteil der jährlichen Gesundenuntersuchung werden. Trotz des großen Marktpotenzials in den USA sollen Hauptsitz sowie Forschung und Entwicklung in Österreich bleiben.
tech2b-Begleitung
Wholomics zählt zu den Startups, die tech2b auf ihrem Weg begleitet – und steht 2026 als Finalist in der Kategorie MedTech beim EDISON der Preis. Der internationale Auftritt in Chicago zeigt einmal mehr die Innovationskraft, die im oberösterreichischen Startup-Ökosystem steckt.