Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner: „Das Programm ist ein Sprungbrett für High Potentials in der Tourismusbranche“
„Oberösterreichs #tourismusinkubator ist DIE Unterstützung für innovative, kreative Menschen, die sich für den Tourismus begeistern und in der Branche Karriere machen wollen“, betont Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner. Unter den seit 2021 betreuten 38 Startups finden sich mittlerweile einige erfolgreiche Unternehmen. Der nächste Durchgang startet im Jänner. Bewerben können sich Interessierte dafür bis Ende Oktober.
„Startups leisten auch in der Tourismusbranche einen wichtigen Beitrag zur digitalen Transformation und bieten Lösungen zur Entwicklung neuer, kreativer Geschäftsmodelle. Daher haben wir mit dem #tourismusinkubator ein eigenes Gründungsprogramm für innovative Tourismus-Startups ins Leben gerufen“, sagt Landesrat Achleitner.
Die oberösterreichische Standortagentur Business Upper Austria, die tech2b Inkubator GmbH und die Oberösterreich Tourismus GmbH begleiten Startups ein Jahr lang mit Beratung, Netzwerkzugängen und Ressourcen, um Marktreife zu erreichen und Wachstum zu fördern. Dazu gehören ein nicht rückzahlbarer Zuschuss von 10.000 Euro sowie ein Weiterbildungsprogramm. Ein erfahrenes Mentorenteam aus Tourismus, Hotellerie und der Startup-Szene begleitet die Gründer:innen, die zudem vom umfangreichen Netzwerk der Partner profitieren.
„Die Initiative soll dazu beitragen, innovative, digitale und langlebige Geschäftsmodelle für einen erfolgreichen Tourismus der Zukunft in Oberösterreich hervorzubringen“, erklärt Achleitner.
Erfolgsgeschichten aus dem #tourismusinkubator
Ein herausragendes Beispiel dafür ist das Startup SURFjobs FlexCo. Vier Studierende der Johannes Kepler Universität Linz haben eine Kurzvideoplattform entwickelt, die Jugendlichen bei der Berufsorientierung hilft. SURFjobs ist aus einem Projekt an der Uni entstanden. „Wir haben nach einer möglichen Lösung für das Problem der fehlenden Fachkräfte in Hotellerie und Gastronomie gesucht. Unsere Recherchen haben ergeben: Klassische Berufsorientierung erreicht Jugendliche heute oft nicht mehr. So haben wir die Idee mit den Kurzvideos wie auf TikTok gehabt und uns beim #tourismusinkubator beworben“, erzählt Co-Founder Florian Girlinger.
Preisgekröntes Geschäftsmodell
Rund ein Jahr nach der Gründung steht fest: Die Oberösterreicher haben einen Nerv getroffen, viele Unternehmen suchen nach neuen Wegen, um mit Jugendlichen in Kontakt zu treten. Auf der App finden sich daher nun auch Videos über Berufe in anderen Branchen. SURFjobs hat mittlerweile zwei renommierte Preise gewonnen: den i2b-Preis für den besten Businessplan von Studierenden 2024 und den PEGASUS 2025 in Gold in der Kategorie Zukunftshoffnungen.
Girlinger betont: „Der #tourismusinkubator war für uns ein echter Gamechanger. Durch das Coaching, das Netzwerk und den kritischen Blick von außen konnten wir unsere Idee nicht nur schärfen, sondern auf ein ganz neues Niveau heben. Ohne diese Unterstützung wären wir heute nicht da, wo wir sind.“
Denn SURFjobs steht vor einigen wertvollen Kooperationen und Partnerschaften. Beispielsweise unterstützt die Bildungsdirektion Oberösterreich die Kurzvideoplattform. Ab Herbst werden auch weiterführende Schulen in die App integriert. Dadurch erhalten Schüler/innen einen umfassenden 360-Grad-Einblick in sämtliche Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten.
Weitere Erfolgsbeispiele
- RUFF Golf Management GmbH: Mit ihrer Indoor-Golfanlage sowie Europas größter neuer Outdoor-Minigolfanlage in Leonding.
- hublz GmbH: Ihre App bietet ein modulares Baukastensystem für digitale Kultur- und Musikvermittlung.
- worklivery GmbH: Eine digitale Plattform für Unternehmen zur einfachen Sammelbestellung von Mittagessen ins Büro.
- TrailPulse: Ein digitales Zählsystem, das von Tourismusverbänden und Wegerhaltern genutzt wird, um Tourismusströme zu lenken und Wartungsarbeiten besser zu planen.
Jetzt bewerben, 2026 durchstarten und Karriere machen
Im Jänner haben weitere Startups die Möglichkeit, vom #tourismusinkubator zu profitieren. Die Bewerbungsfrist für den neuen Durchgang läuft noch bis Oktober. Wer die exklusive Chance auf Know-how-Vermittlung, Coachings, Workshops, Zugang zum Tourismusnetzwerk und Fördergelder nutzen will, kann über die Website www.tourismusinkubator.at Kontakt mit tech2b aufnehmen. Und so geht es dann weiter: „Es gibt ein Erstgespräch zum Kennenlernen und für erste Tipps, dann reicht das Startup seine Bewerbung ein. Schließlich muss vor dem Vergabebeirat gepitcht werden, der über die Aufnahme ins Programm entscheidet“, erklärt Landesrat Achleitner. Ab Jänner dürfen die aufgenommenen Startups dann 12 Monate lang lernen und wachsen“, erklärt Achleitner.
Ein Netzwerk für Visionär:innen
Das Besondere am #tourismusinkubator: Hinter jedem Startup steht ein einzigartiges Team, das von Beratern/innen des Oberösterreich Tourismus, der Standortagentur Business Upper Austria und tech2b unterstützt wird. Startups, die normalerweise an unzähligen Türen klopfen müssten, profitieren hier von einem direkten Zugang zu einem starken Netzwerk. Dieses Netzwerk öffnet Türen, ermöglicht Kooperationen und beschleunigt den gesamten Innovationsprozess.
„Die touristische Branche ist im Wandel: Der Fokus auf Nachhaltigkeit, veränderte Ansprüche der Kundinnen und Kunden sowie die Herausforderung, neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden, erfordern neue Geschäftsmodelle. Hier müssen wir innovativ sein, um den Wirtschaftsstandort Oberösterreich weiterhin zu stärken. Daher ist es uns wichtig, die touristische Gründungsszene zu professionalisieren und durch den #tourismusinkubator zu fördern“, erklärt Landesrat Achleitner.
Ablauf des Programms
- Kontaktaufnahme durch Startup über die Website www.tourismusinkubator.at
- Kennenlernen beim Erstgespräch
- Bewerbung einreichen
- Pitching vor dem Vergabebeirat
- Entscheidung des Vergabebeirats über Aufnahme ins Programm
- 12 Monate lang lernen, planen, machen, Ideen schmieden, wachsen,…
Vorteile im Überblick
- Business-Plan-Coaching
- Drei starke Partner: Know-how, Branchennetzwerk und Beratungsleistung von Oberösterreich Tourismus, tech2b und Business Upper Austria
- Weiterbildungsprogramm mit BizTrains
- Persönliches Mentoring
- Netzwerken intensiv: Tourismus-Branchenevents, Stammtische und vieles mehr
- Barzuschuss: 10.000 Euro Förderung als nicht rückzahlbarer Barzuschuss
„Startups und Unternehmensgründungen sind für den Tourismus von großer Bedeutung. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung von neuen touristischen Angeboten und tragen zur Wettbewerbsfähigkeit und zum Strukturwandel in der Branche bei“, ist Landesrat Achleitner überzeugt.
Bild SURFjobs Gründer (Bildrecht: Antonio Bayer)
Bild Startup Spotlight im Oktober 2024 (Bildrecht: Cityfoto/Pelzl-Mairwöger)