Üben ist ein Spiel

[Quelle:CHEFINFO ]

Musiklehrer. Vier kreative Köpfe aus dem Mühlviertel haben eine App für Blasmusiker entwickelt. „tonestro“ gibt beim Üben sofort Feedback über die Richtigkeit des Gespielten und steigert außerdem den Spaßfaktor beim Lernen.

Das Lernen und Üben eines Musikinstruments – insbesondere eines Blasinstruments – ist harte Arbeit. Nicht wenige Schüler klagen, dass das allein Üben schnell langweilig wird und es schwierig ist, die Motivation aufrechtzuerhalten. Beim Üben zu Hause fehlt außerdem die unmittelbare Rückmeldung über die Korrektheit des gespielten Musikstücks. Ist eine Passage einmal falsch eingelernt, lassen sich die Fehler nur mühsam korrigieren.

Vergnügen und Wetteifern „Aus persönlicher Erfahrung sind wir auf die Idee mit unserer App gekom- men“, sagt Heinrich Huber, einer der vier Gründer und selbst Klarinettist, „ ‚tones­tro‘ setzt genau an diesem Punkt an. Man spielt die Noten direkt vom Gerät und erhält sofort nach jedem Ton Rückmeldung bezüglich Tonhöhe und Rhythmus und kann Fehler unmittelbar erkennen.“ Die App versteht sich allerdings nicht als Konkurrenz zur Musikschule, sondern als sinnvolle, spielerische Ergän- zung. Noch diesen Sommer werden sich User mit der App mit einer weltweiten Community vernetzen, Freunde zum Duell herausfordern, sich in Turnieren messen, neue Songs entdecken und abwechslungsreiche Levels meistern können.

„tonestro“ wird auch Social Features bieten: Man kann die eigenen Erlebnisse teilen und die Aktivitäten von Freunden kommentieren. Mit der App kann sich jeder Musiker persönliche Ziele setzen, seinen Fortschritt verfolgen und seine Aktivitäten analysieren. Das Marktpotenzial schätzen Huber und seine Mitgründer Christian Kapplmüller, Alexander Kogler – allesamt selbst Blasmusiker – und Software-Entwickler Christoph Huber enorm ein: Weltweit gibt es rund 100 Millionen Blasmusiker. Da diese meist in Orchestern, Bands, Musikvereinen, Musikkapellen und Musikschulen aktiv sind, ergibt sich ein hoher Multiplikatoreffekt.

 

Investoren gesucht
Derzeit unterstützt das Music Education Game Querflöte, Klarinette, Alt- und Tenorsaxophon, Trompete, Euphonium und Tuba. Demnächst kommen Horn und Posaune dazu. Die Basisversion mit vollem Funktionsumfang und begrenzter Spielzeit ist in den App Stores von Google und Apple bereits seit Mitte April gratis verfügbar, eine Premiumversion mit möglichen In-App-Käufen soll im Laufe des Jahres ergänzt werden. „Dafür sind wir derzeit intensivst auf Investorensuche“, sagt Huber, „für die Weiterentwicklung der App sowie für Marketing und Vertrieb benötigen wir in den nächsten drei Ausbaustufen bis Juni 2019 noch Kapital.“ Einnahmen erhoffen sich die Gründer durch Werbung und In-App-Käufe. Bisher verzeichnet die App knapp 4.000 Downloads bei rund 2.000 registrierten Nutzern. Ziel sind 11.500 User in einem Jahr. ¢ Heinrich und Christoph Huber, Christian Kappl­ müller und Alexander Kogler haben die App „tonestro“ entwickelt.

FUN.MUSIC IT GMBH
Heinrich und Christoph Huber, Christian Kapplmüller und Alexander Kogler haben die Firma in Hagenberg gegründet. Ihre App „tonestro“ gibt beim Üben des Instruments Live-Feedback und bietet Social Features zum Wetteifern und Kommunizieren mit der weltweiten Community.

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