Start-up-Steckbrief: Schneller als die Feuerwehr

[Quelle: diePresse]

In Zusammenarbeit mit i2b stellt „Die Presse“ an dieser Stelle regelmäßig vielversprechende Start-ups und Innovationen vor. Diesmal: ein schlaues Branderkennungsfrühwarnsystem.

Das Problem
Die Sonne spiegelt, ein Auspuff wird heiß, eine Bremse bleibt hängen:  Solche Hitzequellen können von herkömmlichen Brandfrüherkennungssystemen nicht von einem Brand unterschieden werden. Täuschungsalarme sind die Folge. Die Feuerwehr rückt aus, Kosten entstehen. Im schlimmsten Fall kommt es auch zu einem Betriebsstillstand.

Die Lösung
Groma 247 ist ein Brandfrüherkennungssystem für hohe Hallen und große Freiflächen. Es arbeitet mit Infrarot-Detektoren und benötigt keine Mitarbeiter zur Überwachung. Ein intelligenter Entscheidungsalgorithmus ruft die Einsatzkräfte vollautomatisch, aber nur dann, wenn es wirklich nötig ist.

Was ist das Besondere daran
Man hört, dass Geschäftsführer Markus Groiss Techniker ist: „Wir sind die weltweit Einzigen, die auf riesigen Freiflächen (mehr als 40.000 qm), hohen Hallen (auch 50 m und mehr), auf extreme Distanzen (über 500 m) und auch Betriebsbereichen, wo intensiv gearbeitet wird (LKW/Staplerverkehr, Schweißen, Flexen, uvm.), zuverlässig jeden Brand autark erkennen (< 60 Sekunden) und auch Störgrößen mit hohen Temperaturen (z.B.durch Sonnenreflexion) ausschließen (Täuschungsalarmsicher). 24 Stunden, 7 Tage die Woche."

Die größte Hürde
Die Finanzierung, was sonst. Und die langen Vorlaufzeiten von der Angebotserstellung bis zur Bestellung selbst: „So waren auch gut planbare Projektabschlüsse eine größere Hürde als gedacht.“

Fehler, die das Team nicht mehr machen würde
Bei aller Euphorie für das Produkt: Auch die übrige Organisation ist wichtig. Heute ist GF Groiss zufrieden. „Wir haben inhaltlich, organisatorisch und menschlich eine gute Mischung gefunden."

Ein besonderes Erlebnis
Bitter für einen Interessenten war, dass er das Offert zu lange liegen ließ. Erst nachdem es bei ihm gebrannt hatte, unterschrieb er. Auf einen Kunden ist GF Groiss besonders stolz: „Mitten in der Coronakrise bekamen wir den Großauftrag eines deutschen Flughafens. Damit haben wir nicht gerechnet!“

Das nächste Ziel?
Das Budget für 2020 zu erreichen - schaut gut aus - und ein gesundes, substanzielles Wachstum in der DACH-Region.

 

Fotos: tech2b/Andreas Balon

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