Medizintechnik-Revolution aus Linz

[Quelle: Wirtschaftsnachrichten]

Oberösterreich ist bekannt für Technologie und Innovation. Dieser Tradition folgt das junge Start-up cortExplore, das mit einer einzigartigen Software eine Revolution in der Medizintechnik bald Wirklichkeit werden lässt. Die Gründer Dr. Stefan Schaffelhofer, DI Bernhard Großwindhager, Dr. Robert Prückl und Prof. DDr. Josef Kramer arbeiten mit Hochdruck an der Umsetzung der medizintechnischen Revolution. Neurochirurgen sollen zukünftig bei Operationen virtuell in die Köpfe der Menschen sehen können. Außerdem entwickeltdas junge Tech-Unternehmen sogenannte „Interfaces“, also eine Schnittstelle zwischenGehirn und Computer.

Im Tech-Center Linz arbeitet der junge Mühlviertler Neurowissenschaftler Dr. Stefan Schaffelhofer mit seinem Team an Systemen, die das Leben beeinträchtigter Menschen in Zukunft verbessern sollen. Speziell bei Diagnosen wie Querschnittslähmung, Amyotropher Lateralsklerose (ALS) oder dem Locked-in-Syndrom sollen die Patienten über im Gehirn implantierte Elektrodenchips ihre Bewegungsfähigkeit zurückgewinnen. Die Signale der Gehirnzellen können so ausgelesen werden und etwa Handprothesen steuern.

 

 

 

Per NAVI durchs Gehirn
cortExplore entwickelt außerdem ein System, das eine punktgenaue chirurgische Navigation im  Gehirn möglich macht. Die Ärzte werden so bei komplexen Operationen ideal unterstützt. Eine Software verbindet Daten aus dem Computer und Magnetresonanztomografie. Die dadurch geschaffenen 3D-Rekonstruktionen, beispielweise des Gehirns, können gemeinsam mit Kameras, die im OP-Saal installiert sind, bei Tumoroperationen in Echtzeit „virtuell in den Kopf des Patienten hineinschauen“, sagt Schaffelhofer.
So werden innere, ansonsten nicht sichtbare Strukturen virtuell sichtbar gemacht. Operationen können so im Voraus präzisegeplant werden. Laut Dr. Schaffelhofer soll dies schon bald über eine sogenannte Mixed-Reality-Brille funktionieren.

www.cortexplore.com

Bild: tech2b / Andreas Balon

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