Linzer Softwareschmiede FireStart im Fokus internationaler Investoren

Investment von OÖ HightechFonds und der Raiffeisenlandesbank OÖ startet in die Internationalisierung

Die FireStart GmbH war 2012 das erste Unternehmen im Portfolio des OÖ HightechFonds. Mit dem Einstieg von Paua Ventures als Lead-Investor sowie weiterer bekannter Investoren gelingt nun ein wesentlicher Schritt für das weitere Wachstum des erfolgreichen Enterprise-Software-Spezialisten.

FireStart ist eine universelle Software Suite, die branchenunabhängig für die Digitalisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen eingesetzt werden kann – beispielsweise bei Freigaben für die Rechnungs¬abwicklung, Koordination von Arbeitsaufgaben im Home-Office oder On- und Offboarding von Personal. „Überall dort, wo es zu einem Übergang zwischen unterschiedlichen Geschäftsbereichen und Systemen kommt, kann FireStart den Prozess durchgängig steuern und so fließende, automatisierte Übergänge zwischen Mitarbeitern und IT schaffen“, erklärt CEO Robert Hutter, der das Unternehmen zusammen mit Roland Hemmelmayr 2008 gründete. Die Business Process Management (BPM) Software aus Oberösterreich hat sich bereits seit vielen Jahren im Einsatz bei internationalen Kunden wie Manner, Swarovski, KTM oder Flughafen Zürich bewährt und will nun international weiter expandieren.

Nachhaltiges Investment für heimische Wirtschaft
„Enterprise-Software ist schwerer greifbar als ein Consumer-Produkt“, weiß Hutter. „Aber sie ist in Punkto Arbeitsplätze, Technologie Know-how und wirtschaftlicher Dynamik das nachhaltigere Investment. Jede Zeile Sourcecode wurde in Österreich entwickelt, großteils durch Absolventen von der JKU und der FH Hagenberg. Darauf sind wir sehr stolz und dieses Know-how wollen wir auch in Zukunft in Österreich halten und weiterentwickeln“. Bereits 2011 an das Potential geglaubt hat die Raiffeisenlandesbank OÖ, die damals als erster Investor mit ihrer Raiffeisen KMU Beteiligungs AG als Gesellschafter bei FireStart eingestiegen ist.  Seit 2012 auch vom OÖ HightechFonds unterstützt, beschäftigt die Software-Schmiede heute knapp 50 MitarbeiterInnen in Österreich und ist im gesamten DACH Raum gut etabliert. Inhaltlich konkurriert FireStart schon jetzt auf Augenhöhe mit bekannten Firmen wie IBM oder Oracle. Mit seinen neuen Niederlassungen in London und New York ist das Unternehmen am Sprung, auch international ein großer Player zu werden – mit Firmensitz in Linz. Welches Potential für die heimische Wirtschaft im Enterprise-Software Markt schlummert, hat Dynatrace mit dem erfolgreichen Börsengang letztes Jahr bereits vorgemacht.

Internationale Märkte in Angriff
Nach Jahren des organischen Wachstums will CEO Hutter nun dynamischer skalieren. Denn nicht zuletzt durch neue Markttrends wie „Process Mining“ oder „Robotic Process Automation (RPA)“ wird der BPM Markt stark befeuert. Der Einstieg mehrerer international agierender Investoren legt die Basis für die Entwicklung. Federführend ist dabei der Berliner Venture Capital Fonds Paua Ventures beteiligt, darüber hinaus investieren bekannte Namen wie Charles Songhurst (ehemaliger Head of Strategy von Microsoft), Paul und Ann-Kristin Achleitner, sowie 3VC rund um Roman Scharf und Peter Lasinger. Ein multinationales Top-Team im Management bereitet bereits die Märkte auf, erstes Ziel ist die USA. „Die Raiffeisenlandesbank OÖ und der OÖ HightechFonds haben uns beim Aufbau gut unterstützt und viele Entwicklungsschritte erfolgreich begleitet.

Mit den neuen Investoren haben wir nicht nur das nötige Kapital, sondern auch ein hervorragendes internationales Netzwerk, welches uns bei den nächsten Wachstumsschritten unterstützen wird.“, so Hutter. „Wir haben das Ziel, einem heimischen Hightech Potential den erfolgreichen wirtschaftlichen Aufbau zu ermöglichen, bei FireStart mehr als erreicht!“ freut sich HightechFonds-Geschäftsführer Christian Matzinger über das gelungene Closing der Finanzierungsrunde. „Nachdem wir durch unser Netzwerk den Kontakt zum neuen Lead-Investor Paua Ventures hergestellt haben, freut es uns umso mehr, dass wir mit ihnen einen der führenden Frühphasen-Fonds aus Deutschland bei Firestart an Bord holen konnten“, ergänzt Reinhard Schwendtbauer, Beteiligungsvorstand der RLB OÖ.

Wachstumschance Digitalisierung
Viele Branchen wie Energiewirtschaft, Finanzwirtschaft oder Industrielle Fertigung befanden sich bereits vor der Corona-Krise in einem großen Umbruch. Trotz Krise ist jetzt ein guter Zeitpunkt für das Wachstum von FireStart: Denn die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wesentlich schnell verfügbare, flüssige und vor allem digitale Prozessabläufe sind, um operativ weiterarbeiten zu können und das Vertrauen der Kunden zu halten. Die Krise ist ein Brandbeschleuniger für viele Digitalisierungsinitiativen der Unternehmen und FireStart kann dabei helfen, diese Initiativen schneller, nachhaltiger und zielgerichteter umzusetzen.
So ist FireStart beispielsweise auch ein langjähriger Technologiepartner von Wien Energie und unterstützt beim Setup des dortigen Prozessmanagements. Im Rahmen der Digitalisierungsoffensive bei Österreichs größtem Energieanbieter konnten in den letzten Jahren viele strategische Workflows gemeinsam konfiguriert und rasch zur Umsetzung gebracht werden. Mit diesem Beitrag von FireStart kann Wien Energie die Rolle eines innovativen Vorreiters im Bereich Prozessdigitalisierung einnehmen.

Mehr zu FireStart gibt's hier!

Erobert von Linz aus die internationalen Märkte: FireStart. CEO Robert Hutter mit den „Starthelfern“ vom OÖ HightechFonds, Christian Matzinger und Thomas Meneder sowie Reinhard Schwendtbauer, Beteiligungsvorstand der RLB OÖ und Beiratsvorsitzender beim OÖ

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