„In Frankreich wird geklotzt und nicht gekleckert“

[Quelle: Kronen Zeitung]

Ein ehemaliger Frachtenbahnhof wurde um mehr als 250 Millionen Euro in den größten Start-up-Campus der Welt umgebaut, vor den Toren von Paris ist einer der zehn größten Innovations-Cluster zu Hause. Wer den Gründergeist von Frankreich erleben will, taucht in eine andere Welt ein, stellte eine von LH-Stellvertreter Michael Strugl angeführte Oberösterreich-Delegation fest.

Allein das bunte Kunstwerk im Start-up-Campus „Station F“ war 20 Millionen Euro wert. „Hier wird geklotzt und nicht gekleckert“, staunte LH-Stellvertreter Michael Strugl in Paris. Aufgrund der geballten Unterstützung der Top-Firmen wie Renault oder Danone liegt genug Geld im Topf für französische Start-ups.

Außenwirtschaft in Paris schafft Platz
„Hier gibt’s unglaublich viel Kapital“, stellte Bernhard Lehner vom in Linz ansässigen Business-Angels-Netzwerk startup300 fest. „Heuer flossen im ersten Halbjahr allein zwei Milliarden für Super-Deals“, erzählte Christian Schierer von der Außenwirtschaft Österreich in Paris, wo ab 2019 vier Co-Working-Plätze für österreichische Start-Ups eingerichtet werden.

Sprachliche Hürde nicht mehr so hoch
„Frankreich ist ein Markt, den wir ausblenden - dabei ist die sprachliche Hürde gar nicht mehr so da“, stellte tech2b-Chef Markus Manz fest. Anke Merkl, Leiterin der Wirtschaftsabteilung der Stadt Linz, begeisterte die Idee, die Stadtverwaltung als Testfeld für Start-ups zu öffnen: „In die Richtung ist etwas geplant, vielleicht sollten wir das größer denken.“

Michael Strugl, Tanja Spennlingwimmer von der Standortagentur Business Upper Austria und tech2b-Chef Markus Manz (r.) Bild: Barbara Kneidinger

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