EDISON 2020 - Die Gewinner

Durch die Krise mit den besten Ideen für ein innovatives Oberösterreich.
„Innovation ist der Motor der Wirtschaft, das gilt umso mehr für Unternehmensgründungen. Daher ist es umso erfreulicher, dass auch heuer in diesen schwierigen Zeiten die Experten-Jurys in den 3 Kategorien des oö. Ideenwettbewerbs ‚EDISON der Preis‘ wieder die Qual der Wahl hatten, um aus den zahlreichen innovativen Einreichungen die besten Geschäftsideen auszuwählen, die mit den begehrten Trophäen prämiert wurden. Denn Corona vergeht, der Wettbewerb besteht, vor allem auch für Start-ups“, betonte Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner anlässlich der Vergabe des ‚EDISON der Preis 2020‘, die heuer Corona-bedingt digital stattgefunden hat.

„Neue Ideen sind ein erster Schritt in Richtung Start-up und jedes gegründete Unternehmen bedeutet ein neues Geschäftsmodell, ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung und somit einen starken Innovationsschub für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Der oberösterreichische Erfinderpreis EDISON belegt nunmehr zum 11. Mal, dass es in unserem Bundesland erfreulicherweise sehr viele findige Unternehmensgründerinnen und –gründer gibt, deren kreative Geschäftsideen im Rahmen dieses Wettbewerbs verdienterweise vor den Vorhang geholt und prämiert werden “, erklärte Wirtschafts-Landesrat Achleitner im Rahmen der Verleihung.

Bernhard Baier, Vizebürgermeister der Stadt Linz, und Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer waren sich einig, „ dass gerade in diesen Zeiten der Mut und die Zuversicht der kreativen Köpfe besonders wichtig sind, damit neue Wege gegangen werden können und somit neu durchgestartet werden kann, in einer sich stark verändernden Zeit.“

In drei Kategorien wurden im Rahmen des oö. Ideenwettbewerbs „EDISON“ die besten Erfindungen gesucht. 61 Bewerbungen gingen bei den Veranstaltern tech2b, dem TECH HARBOR, der Kunstuniversität Linz und der Creative Region ein. Mit Unterstützung von Partnern und Sponsoren wurden die innovativen Ideen in einem intensiven Prozess gesucht, gecoacht und letztendlich von hochkarätigen Jurys bewertet. Die Qualität der Einreichungen hat überzeugt: „Auch heuer wurden zahleiche innovative und kreative Ideen mit Zukunftspotential eingereicht“, sagte tech2b-Geschäftsführer Raphael Friedl. „Es ist wichtiger denn je, dass sowohl die Pipeline an neuen Ideen, als auch der Mut zur Gründung weiterhin bestehen bleiben. Denn gerade jetzt müssen neue Ideen der Welt präsentiert werden, damit Oberösterreich gestärkt durch die Krise kommt,“ so Friedl.

Ende November haben alle Finalisten digital vor den drei Jurys präsentiert. Ihre Ideen wurden auf Herz und Nieren geprüft und in weiterer Folge wurden die Gewinner des EDISON 2020 bestimmt.

Dieses Jahr haben die Zuseher die  Möglichkeit, die Preisverleihung und die Messestände der FinalistInnen digital – in einem 3D Raum – mitzuerleben.

Preisverleihung:
www.edison-der-preis.at/preisverleihung-2020

EDISON 2021 – Der Preis:
EDISON Der Preis geht nun erstmals gleich ohne Pause in den nächsten Durchgang, denn schon ab sofort (bis 14. März 2021) können wieder neue Ideen eingereicht werden. Alle Infos und das Einreichformular dazu finden Sie unter www.edison-der-preis.at.

 

Bildrecht: tech2b / Juliana Tasler 

Alle Gewinner auf einen Blick

Preisträger in der Kategorie „kreativ-wirtschaftliche Ideen“
Der EDISON 2020 in Gold ging an Viktor Weichselbaumer und sein Team von „yokai studios“ (Linz) – sie bieten eine Technologie, die der Textilindustrie zusammen mit 3D-Druck und Robotisierung die Option bietet, die Fertigung wieder aus Fernost nach Europa heimzuholen. Silber ging an Peter Karacsonyi und sein Team (Linz) für die Idee „Kape Skateboards“ - sie katapultieren das flotte Rollbrett über die Rampe des technischen Fortschritts in die Zukunft.

 

Der dritte Preis ging an Barbara Pölzleithner und ihr Team (Schörfling) für die Gaming App „hublz“ – wie ein Pokemon Go der Kultur führt die App auf die Lebensspuren berühmter Musiker und Komponisten und macht sie zu nahbaren Zeitgenossen, die man einfach mögen muss. Die Preise im Wert von 6.000 € in der Kategorie „kreativ-wirtschaftliche Ideen“ wurden von der hali GmbH und der Siemens AG Österreich gesponsert.

v.l.n.r.: Markus Achleichter, Barbara Pölzleithner, Michael & Viktor Weichselbaumer, Peter Karacsonyi

Preisträger in der Kategorie „innovativ-orientierte Ideen“
Der goldene EDISON 2020 in der innovativ-orientierten Kategorie ging an Eduard Peterseil und sein Team (Linz) für „DRIP“ – sie wissen genau, was gerade wo und wie pünktlich durch die Lieferkette läuft. So kann rechtzeitig auf Verspätungen reagiert und Zeit, Geld sowie die Nerven aller Beteiligten gespart werden. Silber gewannen Sabine und Stefan Edtbauer (Molln) mit „Roundgrip – dem Metallrad 2.0“ – sie haben tatsächlich neu erfunden, was schon perfekt schien: Das Rad, das sich in Metallausführung als wahrlich runde Sache in Kommunalbetrieben und in der Landwirtschaft bewährt.

Bronze in der Kategorie innovativ-orientierte Ideen wurde an Mario Walkner (Linz) für die Erfindung „Skillyard“ übergeben – diese Plattform ist die digitale Schnittstelle zwischen Coaches und Schülern im Actionsport. Sie ermöglicht online one-on-one Experten-Coaching mittels Videoanalyse und Feedback von Profisportlern weltweit. Die Preise im Wert von 6.000 € wurden vom TECHCENTER zur Verfügung gestellt.

v.l.n.r.: Markus Achleichter, Sabine & Stefan Edtbauer, Eduard Peterseil, Mario Walkner

Preisträger in der Kategorie „technologie-orientierte Ideen“
Der goldene EDISON Preis 2020 ging an Robert Koeppe (Linz) für sein Projekt „Sendance“ – eine Erfindung, wodurch Sensoren jetzt etwas können, wozu bisher nur Holzwürmer fähig waren: Ins Innere von Bauelementen aus Leimholz schauen. Silber bekam Daniel Scheiböck-Ortner (Wels) für sein Projekt „Green Sentinel“ - mit dem Zero-Discharge-Raffinationsverfahren wird Klärschlamm in wertvollen Biobrennstoff verwandelt und daraus werden Metalle, Phosphor und Mineralien zurückgewonnen.

 

Die Trophäe in Bronze erhielt Klaus Grübl (Braunau) für das Projekt „ForgTin“ - ein Ohrenbügel mit dem man per Akupressur seinen Tinnitus vergessen kann. Die Preise im Wert von 6.000 € wurden von der Greiner AG und der KGG // UBG zur Verfügung gestellt.

v.l.n.r.: Markus Achleichter, Daniel Scheiboeck-Ortner, Daniela Wirthl, Robert Koeppe, Klaus Gruebl

Sonderpreis für „Social Entrepreneurship“
Der Sonderpreis für Social Entrepreneurship ging an Angelika Zwicklhuber (Kremsmünster) für die Idee „Connecura Upper Austria“. Sie bietet Unterstützung und eine Begegnungszone für alle Heldinnen und Helden des sozialen Alltags, die in der Pflege und Betreuung arbeiten und sich einander nun auch auf einer Bühne im Netz inspirieren lassen und weiterentwickeln können. Der Preis im Wert von EUR 1.500 wurde von der Sparkasse OÖ zur Verfügung gestellt.

Der Sonderpreis zeichnet die Idee aus, welche das größten Potenzial hat, gesellschaftliche, soziale oder umweltrelevante Veränderungen herbeizuführen. Der Dekan der FH bestimmt aus den drei genannten der drei Kategorien den Gewinner des Sonderpreises.

v.l.n.r.: Markus Achleitner, Angelika Zwicklhuber

Sonderpreis für „Digitalisierung“
Der Sonderpreis für Digitalisierung wurde Martin Kunze (Gmunden) und seinem Team für das Projekt „ceramic data carrier“ überreicht. Sie entwickeln extrem widerstandsfähige Keramikdatenträger zur Ressourcen schonenden Langzeitspeicherung von Information. Der Preis im Wert von EUR 1.500 wurde von der Wirtschaftskammer OÖ zur Verfügung gestellt.

Der Sonderpreis zeichnet jene Idee aus, welche eine besonders herausragende digitale Lösung bietet und welche Unternehmensprozesse revolutioniert. Das heißt, durch die geplante digitale Lösung werden bestehende unternehmerische Prozesse bzw. Geschäftsmodelle grundlegend verändert und von dieser Veränderung kann bestenfalls eine Vielzahl von Unternehmen profitieren. Eine Jury der WKOÖ bestimmt aus den drei genannten der drei Kategorien den Gewinner des Sonderpreises.

v.l.n.r.: Markus Achleitner, Martin Kunze

Sonderpreis EDISON Junior
Der Sonderpreis EDISON Junior wurde dieses Jahr zum ersten Mal verliehen, um auch den Erfindernachwuchs zu unterstützen. Gewonnen hat den neuen Sonderpreis Felix Zehetner (Linz) für das Projekt „AuhofVotes“ – eine APP, die direkte Demokratie und unkomplizierte Kommunikation in die Schule bringt, damit die Stimmen der Schülerinnen und Schüler gehört wird.
Der Preis im Wert von EUR 500 wurde vom Trauner Verlag zur Verfügung gestellt.

Die gesonderte Jury für den EDISON Junior bestimmt direkt den Gewinner des Sonderpreises. Als Schulprojekt liegt hier die Genialität der Idee im Fokus und eine plausible und schlüssige Beantwortung der einzureichenden Fragen.

v.l.n.r.: Markus Achleitner, Felix Zehetner

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