CortEXplore: Linzer MedTech-Startup liefert besten Businessplan des Jahres

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“Die Zeit als Gründer kann einfach sehr hart sein, für sich selbst und die eigene Familie, und einen solchen Preis zu gewinnen, ist eine große Anerkennung.” Mit diesen Worten hat Stefan Schaffelhofer vom Linzer MedTech-Startup CortEXplore den Hauptpreis des diesjährigen i2b Businessplan-Wettbewerb von Erste Bank und Sparkassen und den Wirtschaftskammern Österreich am Donnerstag Abend in Wien entgegen genommen.

CortEXplore hat sich damit unter mehr als 1.200 Einreichungen bei Österreichs größtem Wettbewerb für Businesspläne durchgesetzt und ist mit einem Geldpreis von 10.000 Euro belohnt worden. Das oberösterreichische Startup von Stefan Schaffelhofer, Robert Prückl, Bernhard Großwindhager und Josef Kramer hat ein Navigationssystem für Gehirnchirurgen entwickelt. Mit diesem sollen Operationen im Vorhinein exakt geplant werden können, damit während des Eingriffs keine Gefäße oder andere wichtige Bereiche im Gehirn des Patienten verletzt werden.

"Menschen dabei unterstützten, ihre Ideen zu verwirklichen."
CortEXplore machte neben dem Hauptpreis gleichzeitig auch den ersten Platz in der Kategorie „Technologie“, der mit 1.250 Euro dotiert ist. Insgesamt wurden beim i2b Businessplan-Wettbewerb Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von über 150.000 Euro vergeben. “Der Business-Plan ist die Basis, die die kreative Idee mit einem pragmatischen Ansatz verbindet”, sagte Mariana Kühnel, Generalsekretär-Stellvertreterin der Wirtschaftskammer Österreich – deswegen sei es der WKO wichtig, den Wettbewerb zu unterstützen.

 

“Wir müssen Menschen dabei unterstützen, ihre Ideen zu verwirklichen”, sagte Gerda Holzinger-Burgstaller, Finanz- und Risikovorständin der Erste Bank. Als Bank würde man Gründer auch mit den hauseigenen Gründercentern unterstützen, im Schnitt würden pro Tag bereits fünf Gründer finanziert werden.

“Wir fördern ganz konkret die Studierende“, sagte Barbara Weitgruber, Leiterin der Sektion “Wissenschaftliche Forschung und internationale Angelegenheiten” im Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMBWF). “Uns geht es darum, dass aus dem akademischen Bereich möglichst viel zu konkreten Produkten wird“, so Weitgruber. Als Beispiel nannte sie auch die Unterstützung von mittlerweile 24 universitären Spinoffs, die mit Fellowships mit Volumen von 15 Millionen Euro bis 2020 unterstützt werden.

Ikonity und Marschpat punkten ebenfalls
Neben CortEXplore konnten beim großen Finale des i2b Businessplan-Wettbewerbs noch viele weitere Gründer und Jungfirmen Preise abstauben. In der Kategorie „Studierende“ schaffte es Ikonity von Matthias Dollfuss und Elena Vacano – dabei handelt es sich um einen Online-Marktplatz, der nachhaltig produzierten Modelabels als Vertriebsplattform zur Verfügung steht. In der Kategorie „Dienstleistung, Gewerbe & Handel“ wurde das niederösterreichische Startup Marschpat von Patrick Rupprecht, Carina Eigner und Markus Wenzl von der Jury auf Platz eins gewählt. Die Jungfirma digitalisiert Noten für BlasmusikerDiese können dann auf E-Ink-Reader angezeigt werden, die direkt am Instrument befestigt werden.

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