"Am Anfang führt das Unternehmen dich"

Neue Idee für Fischschleusen
Bernhard Mayrhofer will schon bald zwei Pilotanlagen starten.
Einem ungewöhnlichen Thema widmet sich Bernhard Mayrhofer: Der 32-Jährige hat ein Patent für Fischaufstiegshilfen entwickelt. Nach dem Studium für erneuerbare Energien an der Uni für Bodenkultur in Wien plante er Aufstiegshilfen für Fische: „Doch bisher brauchten sie immer viel Platz. Mit meinen ist das einfacher und schonender möglich.“

Im Juli gründete er mit einer Kollegin eine Firma namens fishcon, schon bald sollen die ersten beiden Pilotanlagen starten. Ab Ende 2019 sollen die ersten Anlagen verkauft werden, derzeit läuft das Projekt noch als Forschungsprojekt. „Das Unternehmerdasein macht Spaß. Probleme muss man selbst lösen. Es ist toll, sein eigener Chef zu sein.“

"Jetzt macht es erst so richtig Spaß"
Dass Lukas Hödl irgendwann die Firma seines Vaters in St. Florian übernehmen werde, war für ihn lange Zeit überhaupt kein Thema. Der Junior machte die Handelsschule, absolvierte das Bundesheer und stieg dann in das Unternehmen seines Vaters ein. Nebenbei legte er an der Abend-HAK die Matura ab.

Je mehr Lukas Hödl in der Firma aktiv war, umso mehr Gefallen fand er an der Tätigkeit: "Ich bin gerne mit den Kunden in Kontakt, die Themen unserer Firma interessieren mich." Im Technischen Büro Hödl (kurz TBH) werden mit 30 Mitarbeitern Anlagen geplant, vor allem für die Papier- und Zellstoffindustrie. Vorhandene Anlagen, die umgeplant werden müssen, vermessen die Mitarbeiter per 3D-Laserscanner.
"Die neue Ära kann beginnen"

2016 übernahm er schließlich die Firma vom Vater. Der Anfang war nicht leicht, auch wenn er die Firma in- und auswendig kannte: "Am Anfang führt das Unternehmen dich", sagt er und lacht. Das sei aber nicht so schlecht: "Vieles läuft noch so weiter, wie es immer war. Es dauert, bis man seinen eigenen Weg findet." Das sei enorm wichtig: "Es reicht nicht, die Vision des Vaters fortzuführen. Eine Firma muss sich ständig ändern und den neuen Erfordernissen anpassen. Ich versuche, den guten Ruf, den sich die Firma erarbeitet hat, zu nutzen und daraus dann mein TBH zu machen."

Diese Phase schließt Lukas Hödl nun ab. In den vergangenen zwei Jahren änderte er Logo und Marketing, und in Kürze übersiedelt die Firma in neue Büroräumlichkeiten. "Jetzt macht es erst so richtig Spaß", sagt der Chef. "Die neue Ära kann beginnen."

„Endlich können wir unseren Traum leben“
Hermine und Adrian Sama eröffneten im Februar ihr Café. Seither stehen sie täglich 13 Stunden im Lokal: „Aber es fühlt sich nicht wie Arbeit an.“
Seit Jahren hatten die Projektmanagerin und der Marketing-Experte eine Vision: „Wir wollten unbedingt ein eigenes Café eröffnen.“ Zwei Jahre plante das Ehepaar, sprach mit Experten, schrieb Konzepte. Im Februar war es schließlich so weit: Nach fast einem halben Jahr Umbau sperrte das Tik Tak nahe des Musiktheaters an der Landstraße auf.

Die beiden Quereinsteiger hatten Glück: „Das Café wurde von Anfang an gut angenommen“, sagt Hermine Sama. Doch selbst wenn es anders gewesen wäre, hätten sie einen Plan gehabt: „Wir haben schon vorher überlegt, welche Marketingmaßnahmen wir ergreifen, wenn es am Anfang schleppend läuft.“ Wirklich schwierig war es für die Jungunternehmer, das nötige Kapital für den Umbau aufzutreiben. Mehrere Banken lehnten ab.

Doch die Samas ließen sich nicht unterkriegen: „Wir haben Lösungen gesucht, wie wir die Kosten senken können“, sagt die 28-Jährige. Schließlich willigte die Bank ein. Nun haben die Betreiber drei Mitarbeiter und suchen weitere. Beide sind glücklich, ihren Traum zu leben – auch wenn sie täglich 13 Stunden hinter der Budl stehen: „Das fühlt sich nicht wie Arbeit an“, sagt Hermine Sama. „Das Café ist unser Leben.“

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