Herbert Gartner ist Business Angel of the Year 2017

Am Dienstagabend fand der diesjährige Austrian Business Angel Day im JKU Teichwerk in Linz statt - organisiert vom AplusB Zentrum tech2b und der aws mit Unterstützung von der Ersten Bank. Investoren und Business Angels konnten sich in gemütlicher Atmosphäre unter ihresgleichen austauschen und spannenden Diskussionen auf der Bühne lauschen. Musikalisch untermalt wurde der Abend von Easy Lounge.

Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer von der aws, betonte bei der Begrüßungsrede, dass sich die Business Angel Szene stark entwickelt hat in den letzten Jahren. Ein gutes Zeichen für alle Start-ups, denn "zur Skalierung werden meist Angels benötigt." Nicht zuletzt bedingt das Wachstum der Business Angel Szene auch eine gute Basis in der Zusammenarbeit zwischen den AplusB Inkubatoren (deren Aufgabe es ist, die Start-ups gut vorzubereiten auf die Geschäftswelt), der aws und den damit verbunden unterschiedlichen Business Angel Netzwerken.

Markus Manz, Geschäftsführer vom AplusB Zentrum tech2b, ergänzte hierzu, dass auch die Verbindung von Industrie und Start-ups eine sehr wichtige Initiative sei. Ganz besonders hervorgehoben hat er aber auch die 360° Sichtweise, welche nur entstehen kann, wenn die Business Angel Szene an weiblichen Teilnehmerinnen gewinnen würde. Doch besonders wünschenswert auch für gesamt Österreich erwähnte er die steuerlichen Unterstützungsmodelle, wie es beispielsweise England bereits vorlebt, wodurch die Investments in heimische Start-ups noch steigen könnten.

 

 

In der ersten Talkrunden standen zum einen Daniel Glasner (Cherry Ventures), Ralf Kunzmann (aws Gründerfonds) und Laurenz Simbruner (Push Ventures) zum Thema "Business Angel und VC Fonds - immer eine Symbiose?" Rede und Antwort. Hierbei wurden mehrere Aspekte diskutiert und veranschaulicht, die sowohl für Start-ups als auch für Investoren als grundsätzliche Richtlinie für die Zusammenarbeit berücksichtigt werden sollten. Zum einen war es allen Beteiligten wichtig darauf hinzuweisen, dass das Gründerteam nach der Series A Runde noch über 50 % der Anteile halten sollte. Jeder sollte seine Gier hinter anstellen, damit eine gute Symbiose zwischen Angels und Start-ups geschaffen werden kann. Ralf Kunzmann brachte es dabei auf den Punkt: "Wer teilen kann, kann bekanntlich auch multiplizieren." Bei dieser Verbindung sei jedoch immer darauf zu achten, dass nicht jeder mit jedem kann. Wie in der Ehe sei auch hier mit Bedacht vorzugehen, um den perfekten Partner zu finden. Hierbei sollten auch die Rollen klar definiert sein: grundsätzlich obliegt die operative Rolle im Geschäft dem Start-up. Der Business Angel sollte vorwiegend Geldgeber sein, auch wenn er operativ viel in das Start-up mit einbringen könnte.

In der zweiten Talkrunde "erklärten Investment Managerin Kiana Mardi (Alstin) und die Business Angel Nicole Schepanek (Aureus) den männlichen Angels ihre Welt" unter dem Motto "Frauen in der männlichen VC Welt". Wie am Anfang von Herr Manz bereits angesprochen, ein sehr wichtiges aber ein sich nur langsam entwickelndes Thema. Wo sich hingegen alle einig sind, ist, dass die Sichtweisen der Frauen anders sind als die der Männer und dadurch eine wertvolle Komponente in den derzeit noch sehr Männer dominierten Markt hineingebracht wird, die jetzt schon nicht mehr wegzudenken ist. Noch müssen sich in der Männerwelt die Frauen stärker beweisen, um gleichgestellt zu werden. Besonders wichtig ist Nicole Schepanek dabei der Punkt, dass insbesondere Frauen, die Interesse an dem Business Angel Dasein haben, zu pushen und stark zu machen.

Ein Vorzeige-Angel war in diesem Jahr recht klar erkennbar, welcher schon lange im Geschäft ist und tolle Arbeit leistet. Deswegen wurde im Rahmen des Austrian Business Angel Days 2017 der "stählerne Flügel" dieses Jahr in Linz von der aws und dem AplusB Verein an Herbert Gartner verliehen. Wir gratulieren noch einmal von Herzen und bedanken uns für das große Engagement als wohlverdienter Business Angel of the Year.

Die Bilder zur Veranstaltung finden Sie hier und den LT1 Bericht können Sie sich hier anschauen.

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